Chronik

Die Geschichte des Heimatvereins Delligsen

1955 bis 2000
2000 bis 2009
Die 1. Vorsitzenden
Ehrenmitglieder

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Die Jahre 1955 bis 2000

Im Oktober 1955 entstand die Idee einen neuen Verein zur Pflege des Heimatgedanken zu gründen. Um die Ziele dieses Vereines zu entwickeln entschloss man sich Karl Granzow aus Alfeld zu bitten die grundlegenden Fragen zu erläutern. Etwas später trafen sich einige Delligser Bürger zu diesem Vortrag des späteren Ehrenmitgliedes Karl Granzow und beschlossen danach die Gründung. Bei der ersten Jahreshauptversammlung wählten die Mitglieder den Vereinsnamen „Heimat-Verein Delligsen“.

Die Ziele des Heimat-Vereins, zur Verschönerung des Ortes beizutragen, die Landschaft der näheren Umgebung für die Freizeit zu erschließen, Wanderwege, Ruhebänke und Schutzhütten schaffen, sowie die heimatliche Kultur und Geschichte zu pflegen und zu erhalten sind in seiner Satzung enthalten und werden bis heute auch umgesetzt.

Zu den ersten Aufgaben des Vereins gehörte die Bildung einer Arbeitsgruppe, die sich mit dem ersten Programmpunkt befasste und schon bald einige Ruhebänke aufstellen konnte. Im weiteren Programm standen heimatkundliche Vorträge, Fahrten und Wanderungen. Durch die Initiative des Heimat-Vereins setzte sich 1957 der Gedanke durch alle 4 Jahre ein Heimatfest, unter der Beteiligung aller Delligser Vereine durchzuführen.

Im Jahre 1965 wurden in der Oberen Mühle zwei Dorfzimmer eingerichtet, in denen schon 170 Ausstellungsstücke gezeigt werden konnten

In Erinnerungung an die Köhlerei im 18. und 19. Jahrhundert, fasste man 1971 den Beschluß, an der Hühnenburg eine Wanderschutzhütte in Form einer Köhlerhütte zu errichten. Der Plan wurde im folgenden Jahr zur Ausführung gebracht.

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Die von Achim Kietzmann gegründete Wandergruppe trat 1976 geschlossen dem Heimatverein bei.

Im selben Jahr  begann man im Februar mit dem Bau einer zweiten Schutzhütte an der Braunschweiger Halle.
Bei der am Himmelfahrtstag 1976 erfolgten Einweihung dieser Hütte, fasste man den Beschluß, jedes Jahr zu Himmelfahrt hier Essen und Trinken anzubieten.

Im gleichem Jahr überschritt die Mitgliederzahl die Schallmauer von 200. Da sich die Gegenstände des Museums inzwischen auf über 500 Exponate erhöht hatten, stellte sich die Frage nach neuen Ausstellungsräumen.

Im Jahre 1980 fanden sich Räume in der Roteschule, die in vielen Arbeitsstunden für ein Dorfmuseum aufgearbeitet wurden, dass noch im gleichen Jahr eingeweiht werden konnte.

In diesem Zeitraum erfolgte auch die Feier zum 25. Geburtstag des Vereines und die Gründung einer Volkstanzgruppe.

H. Apel und Bürgermeister G. Otte

Zwei Jahre später schloß sich die Gesangsgruppe Miteinander dem Heimatverein an und 1985 folgte eine Theatergruppe. Im Mai 1986 präsentierte sich der Verein vor über 400 Gästen mit all seinen Sparten.

Ende 1990 kamen die Tanzkrümel als jüngste Abteilung zum Heimat-Verein. Im Oktober 1995 feierte der Verein sein 40jähriges Bestehen.

1996 erhielt das Dorfmuseum einen weiteren Raum zugeteilt und gleichzeitig wurde ein neuer Eingang geschaffen. Dieses war Anlass das gesamte Museum neu zu gestalten, mit Vitrinen und Schautafel zu versehen und es 1998 mit einem Tag der offenen Tür vorzustellen.
Im April 1997 trennte sich leider die Musikgruppe Miteinander wieder vom Heimatverein.

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1999 erfüllte sich der lang gehegte Wunsch nach einem eigenen Haus, der Dörpmühle. 2809 Arbeitsstunden leistete die Einsatzgruppe für Ausbau Mühle, Holzeinschlag für den Kohlenmeiler, Renovierungs- und Instandhaltungsarbeiten. Erste Schritte für den Aufbau einer eigenen Internetseite wurden geleistet.

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Die Jahre 2000 bis 2009

2000
Im großen Jubiläumsjahr der Gemeinde unter dem Motto „1150 Jahre Delligsen“ übernahm der Heimatverein den Bau eines Holzkohlemeilers zusammen mit der Freiwilligen Feuerwehr Delligsen. Es wurden ca. 60 Raummeter Buchenholz verkohlt. Das Anzünden des Meilers lockte ca. 1000 Besucher auf den Steinberg.
Der Holzkohlemeiler im Jahr 2000
Beim Heimatfest belegten wir den 1. Platz mit unserem Festwagen. Der NDR filmte in der „Dörpmühle“ für das Fernsehen. Bei der Sendung Altes in neuem Glanz wurden wir Wochensieger. In ganz Niedersachsen belegte der Heimatverein am Ende Platz 5. Die Mitgliederzahl ist auf 469 gestiegen. Die Einsatzgruppe leistete ca. 3000 Arbeitsstunden.

2001
Seit diesem Jahr beteiligten wir uns an den Ferienpassaktionen der Gemeindejugendpflege. Außerdem wurde mit dem Ausbau der Werkstatt in der „Dörpmühle“ begonnen. Dabei wurden Wand- und Deckenverkleidungen montiert und die elektrische Anlage erneuert.

2002
Die „Tanzkrümel“ lösten sich mangels Teilnehmern auf. Die „Plattdeutsche Runde“ wird neu ins Leben gerufen. Als Ferienpassaktion wurde eine Übernachtung in der „Dörpmühle“ veranstaltet. Das 1. Mühlenfest am 04.08 war ein voller Erfolg. Brigitte Hillmann wurde als 500. Vereinsmitglied aufgenommen.

2003
Das erste Spanferkelessen vom Holzkohlegrill wurde am Pfingstsamstag veranstaltet. Wir schafften uns eEinheitliche Vereins–Poloshirts mit dem Vereinslogo und dem Delligser Wappen an. Ein erstes Preisskat mit dem Motorsportclub fand statt. Außerdem sind wir dem Förderverein Freibad Delligsen beigetreten. Die Jugendsprecher wurden in den erweiterten Vorstand gewählt.

2004
Die Volkstanz und Trachtengruppe im Heimatverein bestand seit 25 Jahren. Es wurden monatliche Klönabende eingeführt. Außerdem stand en Heiamtfest an. Jan Wiedemann übernahm die Gestaltung der Internetseite. Wir zählten 520 Mitglieder im Heimatverein.
Am 07.10.2004 trat Thomas Koch als 1. Vorsitzender zurück. Stephan Lorberg übernahm kommisarisch den Vorsitz. Am 19.10. trat die gesamte Tanzgruppe aus dem Heimatverein aus.

2005
Das Buch „Öfen und Herde der Carlshütte Delligsen“ wurde von unseren Museumsleitern Friedel Heise und Jürgen Sackmann vorgestellt. Wir feierten unser großes Jubiläum „50 Jahre Heimatverein Delligsen e.V.“ mit großem Jubiläumsball und Katerfrühstück im Delligser Festsaal.
Das 50-jährige Vereinsjubiläum

2006
In diesem Jahr stand die Grundrenovierung an der Braunschweiger Hütte an. Es wurde eine neue Feuerstelle gemauert, neue Tische und Bänke gefertigt sowie an die Hütte ein Grillunterstand angebaut.

Die Braunschweiger Hütte bekommt ein neues Dach

Zum 30. Mal fand der Himmelfahrtsausschank an der Braunschweiger Hütte statt. Außerdem wurde ein 2. Mühlenfest rings um die „Dörpmühle“ gefeiert.
Mühlenfest

2007
Die Jugendgruppe lädt zum ersten Mal zur Oldie Party auf den Hof der Dörpmühle ein. Außerdem wird ein Ofen von der Carlshütte für das Museum bei eBay ersteigert.

2008
Die Plattdeutsche Gruppe löst sich auf. Der Heimatverein beteiligt sich wieder am Delligser Heimatfest. AUßerdem treten wir in die Bürgerinitiative gegen Megastrommasten durch die Hilsmulde ein. Unsere Frauengruppe wird gegründet und präsentiert sich mit einem Verkaufsstand auf dem Delligser Weihnachtsmarkt.

2009
In der „Dörpmühle“ wird zum ersten Mal ein Neujahrsempfang veranstaltet. Der 1. Delligser Umwelttag vom Heimatverein Delligsen ist ein voller Erfolg: Es beteiligen sich 441 Personen.
Der erste Delliger Umwelttag
Auch bei unserer ersten Frühwanderung (Treffen 5.30 Uhr) unter Forstkundiger Führung war die Resonanz mehr als gut.

2010
Zu den Höhepunkten des Jahres zählt das dritte Delligser Mühlenfest: Erstmals wurde zwei Tage lang gefeiert. Bei der Oldie-Party am Sonnabend feierten mehrere hundert Besucher vor der Dörpmühle. Am Sonntagnachmittag ist das Mühlenfest trotz des durchwachsenen Wetters gut besucht. Zu den Programmpunkten zählen ein Freiluftgottesdienst, Vorführungen, Spielaktionen, eine Fotoausstellung und viele kulinarische Angebote. Friedel Heise gibt sein zweites Buch heraus: Es trägt den Titel „Künstlerischer Eisenguss – Eisenwerk Carlshütte Delligsen von 1845 bis 1895“ und ist ein großer Erfolg.

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Die 1. Vorsitzenden

Wilhelm Elze (1955 – 1970)
Hermann Apel (1971 – 1998)
Thomas Koch (1999 – 2004)
Stephan Lorberg (seit 2004)

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Unsere Ehrenmitglieder

Waltraud Beyer, Delligsen
Rolf Brückner, Delligsen
Rudolf Eberlie, Bad Oeynhausen
Friedrich Heise, Delligsen
Albert Heise, Salzhemmendorf
Richard Just, Delligsen
Wilhelm Kuhlgatz, Delligsen
Wilhelm Schlimme, Delligsen
Waltraud Zeeb, Delligsen